29.04.2021

Export-Fokussierung verstellt Blick auf andere Branchen

KAB Vorsitzender kritisiert Bundeswirtschaftsminister Altmeier und fordert Branchen BIP

am 27. April 2021 hob Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Bundesregierung die Konjunkturprognose auf 3,5 % an.  „Das klingt auf den ersten Blick sehr positiv und suggeriert, dass wie über dem Berg sind und es wirtschaftlich nun aufwärts geht.“ so der Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) des Diözesanverbandes Eichstätt.

Doch während dieser Wert in der Vergangenheit durchaus ein guter Indikator war, muss man davon ausgehen, dass der positive Trend aktuell nur für einen Teil der Wirtschaft gilt, nicht jedoch für den Teil, der am Boden liegt. Ganze Branchen, die Hotel- und Gastronomie, die Reisebranche, Bereiche des Einzelhandels oder die ganze Kunst- und Unterhaltungsindustrie liegen im Koma bzw. stehen kurz vor der Insolvenz. Wenn aber diese Branchen kaum etwas zum aktuellen BIP beitragen sind es also andere, die hohe Umsätze und Gewinne erwarten.

Besonders Exporteure sind es, die profitieren. Einerseits erfreulich, aber darunter sind auch Rüstungsunternehmen.  40 % hat Deutschland 2020 dort mehr exportiert, als im Vorjahr.

Um zukünftig ein transparentes Bild zu zeichnen, sollte die Bundesregierung ihre Prognose nach Branchen unterteilen. Das würde der aktuellen Situation gerecht werden und ein faires Bild wiedergeben.

Die KAB fordert aus sozialethischer Sicht eine Wirtschaft, die das Wohl der Menschen und nicht den wirtschaftlichen Profit ins Zentrum stellt. Darüber hinaus muss ein angepasstes Wirtschaftsmodell nachhaltig, solidarisch und generationengerecht austariert sein. 

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