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24.07.2014

Präses Stein: Bessere Regeln für Werksverträge

Die derzeitigen Regelungen zu Werksverträgen ermöglichen Arbeitgebern und Unternehmen nicht nur die Möglichkeiten für Lohndumping, sondern degradieren in vielen Branchen die menschliche Arbeit zum reinen Kostenfaktor. Dies beklagt Johannes Stein, Bundespräses der KAB Deutschlands. 

Stein begrüßt daher die offizielle Ankündigung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), jetzt die Nutzung von Werkverträgen einzuschränken. "Die Reform ist längst überfällig, Arbeitgeber nutzen rechtliche Schlupflöcher um mit dubiosen Werkvertragskonstruktionen zu Lasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.  ", sagte der Bundespräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands. 

Bereits auf dem Katholikentag in Regensburg hatte die KAB-Bundesleitung bei einem Besuch der Arbeitsministerin am Stand der KAB aufgefordert, in diesem Bereich endlich zu handeln. Nahles hatte versichert nach der Reform des Mindestlohnes das Thema Werkverträge auf ihre politische Agenda zu bringen. 

Kontrollen verstärken

Nahles hatte jetzt angekündigt, noch in diesem Jahr dir Vorarbeiten zu einem Gesetz anzuschieben. "Wir müssen die Werkverträge in Deutschland besser kontrollieren und etwas gegen den Missbrauch tun", hatte die Sozialdemokratin in einem Interview betont. Das Gesetz ist für das kommende Jahr 2015 geplant. Bereits im Koalitionsvertrag von 2013 hatten Union und SPD vereinbart, dass "„Rechtswidrige Vertragskonstruktionen bei Werkverträgen zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verhindert werden müssen.“ 

Auch die KAB hat mit mehreren Beschlüssen sich für menschenwürdige Arbeit und gegen die derzeitige Praxis von Werkverträgen gewandt. Erst jüngst hat der Landesverband Oldenburg, wo die Praktiken in der Fleischindustrie besonders ausufern, eine Mehrheit für seinen Antrag zur Reform der Werksverträge im Diözesanverband Münster errungen. Bundespräses Stein erklärte, dass neben einer weiterführenden Mitbestimmung auch gesetzliche Regelungen geschaffen werden müssen, um Kontrollen flächendeckend durchzuführen.

Werkverträge müssen besser kontrolliert werden

Bundespräses Johannes Stein begrüßt die Initiative von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

Am KAB-Stabnd in Regensburg versprach Nahles Bundesvorsitzende Regina Stieler-Hinz nach der Mindestlohngesetz auch die Reform der Werkverträge anzugehen

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