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10.10.2016

Politik lässt allein Erziehende seit Jahrzehnten im Stich

Für die schlechte Situation von Alleinerziehenden und ihrer Kinder ist die Politik mitverantwortlich. Dies erklärte Annette Seier, familienpolitische Sprecherin der KAB Deutschlands, aus Anlass des 30jährigen Jubiläums der Interessevertretung Alleinererziehender AGIA.

"Das Armutsrisiko von Alleinerziehenden und deren Kindern ist weiterhin sehr hoch", erklärte Seier. Trotz detaillierter Kenntnis der Ursachen über die Situation alleinererziehender Familien habe die Politik seit Jahrzehnten keine Lösungen bereitgestellt, um die Lebensbedingungen Alleinerziehender zu verbessern.

Armutsfalle Alleinerziehend

Alleinerziehende stecken in dieser Gesellschaft in der Armutsfalle, kritisiert Annette Seier. "Trotz gutem Bildungsniveau und starker Erwerbsbeteiligung hat sich die Einkommenssituation von alleinerziehenden Frauen weiter veschlechtert", betont Seier vom Familienpädagogischen Institut der KAB in Haltern. Daran ändere auch die jüngsten Vorschläge zum Kindergeld in Höhe von zwei Euro und einem Kinderzuschlag von zehn Euro nichts. "Das ist weniger als ein Tropfen auf dem heißen Stein!"

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende (AGIA) setzt sich die KAB für eine breite Unterstützung alleinerziehender Familien ein. "Nur in einer breiten Querschnittaufgabe lasse sich die Situation von allein Erziehenden verbessern", betont Seier, die die KAB in der AGIA vertritt. Die KAB gehört der Arbeitsgemeinschaft seit 25 Jahren an.


AGIA Pressemitteilung unten

Alleinerziehende und ihre Kinder sind einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt.

Annette Seier, Familienexpertin der KAB.

Zur 30jährigen Bestehen der AGIA fordert das Bündnis die Politik auf, schnellstens zu handeln: Ulla Dietz, stellvertretende Bundesvorsitzende SKF-Gesamtverband Mechthild Burk, kfd-Bundesvorstand Dr. Heike Berger, KDFB-Bundesgeschäftsstelle Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen, Annette Seier, KAB Deutschland Christa Lichartz-Lichtenthäler, Kath. BAG für Einrichtungen der Familienbildung Gisela Pingen-Rainer, SKF-Referentin. Fotos: Rabbe

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