24.03.2016

Kreller: "Klare Kante" gegen die steigende Altersarmut

Nur eine Weiterentwicklung der Umlagen finanzierten gesetzlichen Rentenversicherung kann die Altersarmut nachhaltig stoppen. Dies erklärte Hannes Kreller, Sozialexperte der KAB Deutschlands. "Angesichts der stark ansteigenden Altersarmut muss die Politik ihre kurzatmige Stellschraubenpolitik beenden und langfristige Modelle wie die Solidarische Alterssicherung der katholischen Verbände ernsthaft diskutieren", forderte Kreller.

"Während 2006 jeder zehnte Ältere von Altersarmut bedroht war, galt das 2013 schon für jeden siebten. Besonders häufig betroffen sind Frauen, Alleinstehende, Geringqualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund", so die aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Für die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands steht schon lange fest, dass eine existenz- und lebensstandardsichernde Altersversorgung allein über den Faktor Erwerbsarbeit nicht zu leisten ist. "Wir müssen die gesetzliche Rentenversicherung mit einer solidarischen Sockelrente erweitern, wenn wir verhindern wollen, dass in den kommenden Jahren über ein Drittel der Rentner und Rentnerinnen nicht auf zusätzliche staatliche Almosen angewiesen sein müssen", mahnte Kreller.

Nachhaltig und solidarisch

Trotz Mindestlohn und Vollzeitarbeit rutschen immer mehr Menschen im Alter in die Armutsfalle. Auch eine private Zusatzversorgung mit staatlichen Zuschüssen sei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im ausufernden Niedriglohnbereich nicht mehr zu stemmen. Sozialexperte Kreller, der auch Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) ist, fordert Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles auf, endlich klar Kante zu zeigen und die Weichen für eine solidarische und nachhaltige Altersvorsorge zu stellen. "Wir sind bereit, unser Modell verstärkt in die politische Diskussion zu einzubringen", so Kreller.

 

 

Neueste Studien belegen, dass die Altersarmut besonders bei Frauen ansteigen wird.

KAB-Sozialexperte Hannes Kreller fordert die Politik auf, endlich den Baustein einer nachhaltigen und solidarischen Alterssicherung in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren.

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