15.12.2014

KAB zeigt Flagge gegen Rechts in Köln

 KAB beteiligt sich an "Arsch-huh"-Kundgebung. Nach den Ausschreitungen von Hooligans und rechten Gruppen im Oktober in Köln haben 15.000 Menschen nun in der Domstadt gezeigt, dass sie ihre öffentlichen Plätze nicht Nazis überlassen wollen. Parteien, Gewerkschaften, kirchliche Gruppen der evangelischen, katholischen und moslemischen Religion unterstützten den Protest. "Als katholische Arbeitnehmerbewegung sind wir aufgerufen, uns gegen jede Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu stellen", erklärte Hans-Georg Lülsdorf vom KAB Stadtverband. Der Stadtverband der KAB unterstützt die Arbeitsgemeinschaft "Arsch-huh".

Die Veranstaltung, die von der 1993 nach den Anschlägen von Mölln und Solingen von Künstlern, Musikern, Politikern und Arbeiterbewegungen gegründeten "Arsch huh - Zäng auseinander"-Initiative organisiert wurde, fand an der gleichen Stelle statt, wo Neonazis und Hooligans Polizisten angegriffen und Polizeifahrzeuge demoliert hatten. Die KAB Deutschlands spricht sich gegen Rechts, gegen Ausländerhass, gegen die Ausgrenzung anderer Religionen und gegen Angriffe auf Flüchtlingswohnheime aus.

Gedenken an KAB-Widerstandskämpfer

In diesem Jahr und im kommenden Monat Januar jährt sich zum siebzigsten Mal die Ermordung von Bernhard Letterhaus, Nikolaus Gross und der Tod von Prälat Otto Müller und KAB-Sekretär Hans Adlhoch, die in den Konzentrationslagern umkamen. Der Tod der KAB-Widerstandskämpfer ist Auftrag für die KAB Deutschlands, jegliche Formen des Nationalismus und Rassismus  anzuprangern. "Wir fordern die Politik auf, die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderer zu fördern, statt durch Parteitagsbeschlüsse und Einspardiskussionen Menschen zu stigmatisieren und rechten Bewegungen das Wort zu reden", erklärt Bundesvorsitzende Regina Stieler-Hinz. 

Der KAB Stadtverband Köln gedenkt am 24. Januar mit einem Gedenk-Gottesdienst und einem Vortrag des ehemaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm an die Opfer des Nationalsozialismus. Infolge des Widerstands vom 20. Juli 1944 hatte die Gestapo die Leitung der KAB Westdeutschlands verhaftet, inhaftiert und dem berüchtigten Volksgerichtshof zugeführt. KAB-Verbandssekretär Bernhard Letterhaus wurde am 14.November 1944, Nikolaus Groß am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Prälat Otto Müller wurde in Berlin-Tegel inhaftiert und starb an den Folgen der Haft am 12.Oktober 1944. Auch der Augsburger KAB-Sekretär Hans Adlhoch, der durch die Aktion Gwitter nach dem Hitler-Attentat verhaftet und inhaftiert wurde, starb an den Folgen des KZ-Aufenthaltes und des Todesmarsches Anfang Mai 1945.

KAB beteiligt sich am Protest gegen Rechts in Köln

Der KAB-Widerstandskämpfer Bernhard Letterhaus vor dem Volksgerichtshof

Der Widerstandskämpfer und KAB-Redakteur Nikolaus Groß wurde am 23. Januar in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

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