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12.09.2014

Kindergrundeinkommen statt ärmliche Hartz-IV-Almosen

„Während die Politik die Anhebung der Hartz-Bezüge ab 2015 als Sozialleistung feiert, sind die wenigen Cent mehr im Portemonnaie für die betroffenen Familien nicht mehr als ein weiteres Zeugnis der Zementierung ihrer Armut“, kritisiert die Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) die Anhebung der Hartz IV-Sätze um acht Euro. Der christliche Sozialverband setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle ein.

Zehn Jahre Netzwerk Grundeinkommen

Mit einem Kindergrundeinkommen können Zukunftschancen eröffnet werden, so Bundesvorsitzende Stieler-Hinz.Sozialexperten der KAB, die das bundesweite Netzwerk Grundeinkommen mit gegründet haben, ziehen anlässlich des 10-jährigen Bestehens auf der Jubiläumsveranstaltung am 13.9.2014 in Berlin eine Zwischenbilanz. Das Grundeinkommen für alle ist nach Ansicht der KAB ein Modell, das die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt „bereichern“ wird. „Es stünde Staat und Marktwirtschaft - die sich sozial nennen, gleichzeitig aber seit Einführung der Hartz-Gesetze für immer mehr Einengung und Ausgrenzung sorgen – sicher gut an, mit der baldigen Einführung eines Grundeinkommens gerade bei den Schwächsten in der Gesellschaft zu beginnen, um Kinder und Jugendliche aus der Armutsfalle zu befreien“, erklärt Stieler-Hinz. Wer Arbeit für alle wolle, müsse eine Tätigkeitsgesellschaft einführen, in der die verschiedenen Formen der Arbeit gleichrangig nebeneinander stehen. Für die KAB eröffnet ein garantiertes Grundeinkommen den Arbeitsmarkt für alle Arten von Arbeit öffnen: der Erwerbsarbeit genauso wie der gemeinwesenorientierten und der Familien- oder Eigenarbeit. Stieler-Hinz verweist deshalb auf den amtierenden EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, der bereits vor acht Jahren ein Grundeinkommen für alle in Europa gefordert hat.  „Es ist höchste Zeit, der Krise am Arbeitsmarkt endlich mit schlüssigen Konzepte statt mit fragwürdigen Transferleistungen und Stillhalteprämien zu begegnen. Hierzu gehören, neben dem Grundeinkommen auch kostenfreie Bildungsketten für alle“ erklärt KAB-Referent Matthias Blöcher. Gemeinsam mit Sozialexperten wird die KAB auf der Jubiläumsveranstaltung mit internationalen Gästen vor allem über aktuelle sozialpolitische Entwicklungen und Entscheidungen diskutieren."Grundeinkommen" und "Tätigkeitsgesellschaft" werden auch auf einer Veranstaltung der KAB am 16.11. 2014 im Landschaftspark Duisburg eine zentrale Rolle spielen. Unter dem Titel „Das Sinn-vollste Festival der Welt“ wird in der Kraftzentrale das weltgrößte Sinn-Puzzle gelegt. Auf ca. 40.000 Puzzleteilen finden die Besucher Antworten auf die Frage, was ein sinnvolles Leben ausmacht. 

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